die neue Orgel


Die neue Orgel von St. Bonifatius Freckenhorst 

Nach Sichtung mehrerer Angebote wurde im Mai 2016 die Orgelbaufirma Seifert aus Kevelaer vom Kirchenvorstand der Pfarrgemeinde St. Bonifatius Freckenhorst mit dem Orgelneubau für die Stiftskirche beauftragt. Dabei sollen noch nutzbare Pfeifen der alten Orgel wiederverwendet werden. Im Sommer 2016 wurden zusammen mit Vertretern der Orgelbaufirma und des Architekturbüros Eggersmann weitere Vorbereitungen für den Orgel-Neubau getroffen und ein Konzept für das neue Instrument abgestimmt.

Die alte Breil-Orgel, die zuletzt gar nicht mehr gespielt werden konnte, weil auch noch der Blasebalg gerissen war, wurde in mehreren Schritten abgebaut: Ende September 2016 erfolgte durch Mitarbeiter der Firma Seifert der Ausbau derjenigen Pfeifen, die in der neuen Orgel wieder verwendet werden sollen, Mitte Oktober dann der Abbau der restlichen Orgel durch die Firma Ladach.

Für das neue Instrument wird ein Orgelklang angestrebt, der zwischen spätem Barock und früher Romantik steht, also barocke Frische und romantischen Schmelz in sich vereint. Die bewährten und klangschönen Charakterstimmen aus der alten Orgel werden aufwendig restauriert und eingebettet in die neuen Register der Grundstimmen, den Principalchor, der das klangliche Rückgrat der Orgel bildet. Ergänzt wird diese Grundstimmenpalette durch ein neues Gamben-Register, das durch sein markantes Obertonspektrum besonders gut hörbar ist. Klanglich hervortreten werden im Hauptwerk auch die neuen Zungenstimmen Trompete und Clarine, wobei diese horizontal im Prospekt (Schauseite der Orgel) sichtbar sein wird. Als besonders farbige Solostimme tritt außerdem noch eine Clarinette hinzu.

Auch durch einen neuen, höheren Winddruck wird allen Stimmen zu mehr Brillanz verholfen. Letztlich soll ein wandlungsfähiges, „universelles“ Instrument für Liturgie und Konzert entstehen, das ein breites Spektrum der Orgelliteratur spielbar macht.

Die Orgel wird mit 2 Manualen (Hauptwerk und Schwellwerk) und Pedal gebaut. Die Spiel- und Registertraktur wird elektrisch angelegt. Die Setzeranlage ist elektronisch konzipiert und ermöglicht das Abspeichern von vielfältigen Registerkombinationen. Durch ein integriertes Midi-System ist dem Organisten die Möglichkeit gegeben, sein Spiel aufzuzeichnen und wieder abzuspielen. Da es für den Spieltisch mehrere Anschlussstellen im Boden geben wird, kann er für besondere Anlässe im Kirchenraum verschoben werden.

Das Orgelgehäuse wird aus Eichenholz gefertigt, das klassisch in Rahmen- und Füllungsbauweise verarbeitet wird. Die Gehäuseoberfläche wird mit einem strapazierfähigen Naturharzöl behandelt.

Auch die Schimmelpilzprophylaxe wird beim Gehäusebau berücksichtigt. Es sind ausreichend Öffnungen im Gehäuse vorgesehen, um eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen.

Die Sanierung des Bodenbereichs erfolgt Anfang  2017. Für den Frühsommer sind Anlieferung und technische Montage der neuen Orgel geplant, für Herbst 2017 Intonation und Fertigstellung.

Am 1. Advent 2017 soll die festliche Weihe der neuen Orgel erfolgen.